Fussballliebe ist mehrdimensional 

Fussballliebe ist mehrdimensional - Foto: Martin Lecker

Am Wochenende war es wieder soweit. Männer weinten... Und was bedarf es dazu - manche Frauen werden an dieser Stelle sagen : "Nicht viel!" - ich sage lediglich ein Herzschlagfinale der Fussball-Bundesliga (oder auch das Halbfinale der Europa-League). Okay die Bundesligaison neigt sich dem Ende entgegen und seit letztem Wochenende steht der Absteiger fest - Hertha BSC Berlin!!! Der Hauptstadtclub steigt nach 13 Jahren Bundesligazugehörigkeit zum 5. Mal in seiner Vereinsgeschichte ab und Männer weinen...

Auf dem Rasen, am Spielfeldrand, auf den Tribünen, in den Kneipen und vor dem Fernseher zu Hause. Ob groß, ob klein, ob arm, ob reich - Männer weinen! "Sei ein Mann und weine nicht" oder "Männer weinen nicht" oder "Indianerherz kennt keinen Schmerz" alles wohlbekannte Gesetzte, die in diesem Kontext plötzlich problemlos und schamlos enthebelt werden... Genau das ist das magische, genau das ist was Frau (in den meisten Fällen) nicht nachvollziehen kann. Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Freizeit, Fussball ist Lieblingshobby, Fussball ist Liebe... Fussballliebe eben. Und da man seiner Liebe nur das Beste wünscht, schmerzt ein Kollateralschaden, wie der Abstieg in andere Liga eben bis zum Tränenfluss...

Es gibt weißgott Schlimmeres und die Abstiegstränen sind auch schnell getrocknet, denn die Mannschaft braucht ja spätestens zum Anpfiff der neuen Saison richtige Männer die die Mannschaft wieder nach vorne schreien und uneingeschränkt unterstützen...

Hinsichtlich der bevorstehenden Fussballweltmeisterschaft in Südafrika, hoffe ich darauf, dass wir nicht zu früh zu Tränen gezwungen werden, letztlich wünsche ich mir Tränen der Freude und zwar am 11.Juli... Eines ist gewiß Fussballliebe ist mehrdimensional!