Heute gibt es “Schweinemedaillons à la Stroganoff”. Hört sich doch super an, oder?! Das Rezept von LECKER.de hat bei meinen Bekannten immer super funktioniert. Bei mir war es aber gar nicht super, im Gegenteil….aber dazu später.

Die Schwierigkeiten begannen bereits beim Einkaufen. 600 Gramm Schweinefilet sollten es sein. Die waren natürlich ausverkauft. Also greife ich zu Schweinesteaks. Gut, den Rest habe ich mit einigen Umwegen besorgen können.

In der Küche angekommen, lege ich sofort los. Schließlich habe ich meine Freundin für halb sieben herzitiert und möchte einigermaßen gut dastehen. Die Kartoffeln werden gekocht. Das habe selbst ich schon mal gemacht…funktioniert also. Nach 20 Minuten soll ich sie abschrecken. Seit wann schreckt man Kartoffeln ab??? Dann soll ich sie “häuten”. Als am Ende nur noch die Hälfte der armen Erdäpfel übrig bleibt, bin ich etwas enttäuscht.

Ich erinnere mich an den Rat von Horst Lichter, würze das Fleisch und schiebe es in den Backofen. So kann ich mich in Ruhe den Beilagen widmen. Diesmal nehme ich Schalotten statt Zwiebeln und lege sie vor dem Schneiden ins Wasser -ja, ja….ich habe aus meinen Fehlern gelernt . Die Soße mit den Champignons und den Gewürzgurken lässt sich relativ einfach herstellen, die Rösti auch. Danach die drei Hauptkomponenten schön anrichten. Nach nur zweieinhalb Stunden bin ich fertig (das wird ja immer länger!!).

Meine Freundin trifft ein, probiert und es gibt ein vernichtendes Urteil. Die Liste der Kritik ist so lang, dass ich überlege, ob nicht ein paar Tränen Mitleid erwecken und sie zum Schweigen bringen. Hier ein paar Auszüge: Das Fleisch ist zu zäh, die Gewürzgurken zu dominant, die Rösti zu labberig, im Großen und Ganzen nur “bekömmlich”.

Ich bin niedergeschlagen und bezweifle, ob es überhaupt noch einen Sinn macht weiterzukochen…vielleicht habe ich mich mit dem Gericht auch etwas übernommen denn eigentlich funktioniert es.

Jetzt kann es nur noch besser werden….