Ach ja...mein kleiner Bruder (10) ist ja schon ein Süßer. Sportlich, intelligent, wortgewandt und charmant. Was will Frau mehr. Nur einen Haken gibt es. Tom verschmäht alles was die Bezeichnung "gesund", "ökologisch", "frei von Farb- und Konservierungsstoffen", "reich an Gemüse" oder "unbehandelt" tragen könnte. Es geht sogar so weit, dass aus dem Obstkuchen das Obst, aus der Mortadella-Wurst die Pistazien oder aus der Sahnesoße die gehackte Petersilie rausgepuhlt werden. Dennoch möchte ich ihm gern etwas schönes kochen....und, mit etwas Glück, ein paar gesunde Sachen untermogeln. Also entscheide ich mich für Löwenpizza -ja, sie heißt wirklich so.

Die Zubereitungsbeschreibung sieht komplizierter aus als sie ist. Ich rolle zwei Frischteige aus und bestreiche sie mit Zigeunersauce. Dann versuche ich mit Wurst, Käse und Oliven ein einigermaßen hübsches Löwengesicht zu modellieren. Als mich eines dann aber bitterböse anschaut, merke ich, dass ich an der Stellung der Mundwinkel noch etwas ändern sollte.

Schließlich kommen beide für eine Viertelstunde in den Ofen. Danach beginnt das Feintuning mit Karottenraspeln (Mähne) und Schnittlauch (Barthaare) -und fertig ist das Löwengesicht. Tom staunt über die ungewohnte Kreativität seiner Schwester und legt gleich los. Ob etwas übrig geblieben ist?

                                                              

Ja! Die Oliven, die Karrotten und der Schnittlauch.