In Hamburg sagt man Tschüss -das heißt auf Wiedersehen.....

Ja, nun ist es soweit. Mein Praktikum in der Online-Redaktion von LECKER.de und WUNDERWEIB.de geht zu Ende. Schön wars, und lehrreich. Eine Hürde steht mir aber noch bevor: Das Abschlusskochen für die Redaktion. Da rund 20 Leute sowieso nicht auf einmal Zeit haben, geschweige denn in meine Küche passen, werde ich etwas Gekochtes mit ins Büro bringen. Doch was? Es muss etwas sein, was haltbar ist, auch kalt verzehrfertig und noch dazu viele Geschmäcker trifft. Die zündende Idee kommt mir beim Durchforsten von Mamas alten Kochbuch: Eine Quiche. Besser gesagt zwei -eine Tomatenquiche und eine Quiche Lorraine.

Die Zutatenliste ist lang. Nach einer geschlagenen Stunde komme ich vom Einkaufen zurück und fange an den Speck zu braten. Fairerweise muss ich zugeben, dass ich den bereits gewürfelten gekauft habe. Dann gebe ich die Zwiebeln, Eier und Crème fraîche dazu. Den Teig lege ich in einer Backform aus und versuche provisorisch alle entstandenen Löcher zu stopfen. Schließlich gebe ich die Füllung hinein und backe die Quiche für 50 Minuten. Genauso gehe ich bei der vegetarischen Quiche vor (anstatt des Specks natürlich mit Tomaten und Oliven -klar!). Mmmmh....als beide fertig sind muss ich mich wirklich beherrschen.

Am nächsten Tag probieren meine Kollegen recht fleißig und schon am frühen Nachmittag ist nicht mehr viel übrig. Das Feedback ist durchaus positiv, doch ich bin einfach nur froh, meine "Abschlussprüfung" bestanden zu haben.

Bei allen fleißigen Lesern und Kommentatoren möchte ich mich ganz herzlich bedanken!

Mein Fazit: Ein gutes Mahl lohnt Müh und Qual.

Ein Schnitzel für Papa

Lange habe ich nachgedacht ob ich es wagen soll ein Rumpsteak zu braten. Das Ergebnis meiner Überlegungen: Nein! Der Fleischbrocken ist mir dann doch etwas zu gewaltig. Ich fange klein an -mit der klassischen Alternative: Paniertes Putenschnitzel mit Broccoli. An der Fleischtheke nehme ich Bio-Schnitzel. Wenn ich schon mit Fleisch arbeite, soll es wenigstens von zufriedenen Tieren kommen. Naja, zumindest rede ich mir ein, dass glückliche Puten, freudig gackernd über riesige Wiesen springen und erst im Greisenalter, kurz und schmerzlos, um die Ecke gebracht werden. Ich finde diese Vorstellung schön.

Den Rest der Zutaten hatte ich sowieso schon zuhaus. Mittlerweile habe ich nämlich eine richtige "Hausfrauen-Vorratskammer", der Single-Kühlschrank ist passé! Ich koche die Kartoffeln und den Broccoli (diesmal wieder TK) und bereite das Fleisch zum panieren vor. Dann tunke ich die Schnitzel nacheinander in Mehl, Ei und Paniermehl -was für ein Spaß! Ich fühle mich zurückversetzt in die Sandkastenzeit.

Doch spätestens beim braten werde ich wieder zurück in die Realität geholt und merke schnell, dass man den Herd nicht zu heiß einstellen darf. Die ersten zwei Schnitzel sind also hinüber -pechschwarz. Was solls, die letzten werden recht passabel. Vor lauter Aufregung vergesse ich jedoch den Broccoli. Ergebnis: Broccolibrei. Mein Vater, welcher diesmal die Jury mimt, findet es trotzdem lecker und wünscht sich das Gericht nun jedes Wochenende.
Na ich weiß ja nicht....

September, Sonne und ein Eis

Ich traue meinen Augen kaum....drei Sonnenstrahlen blitzen durch meine Rollos. Hat sich die Sonne in der Stadt vertan oder wird Hamburg ausnahmsweise auch mal beglückt?

Wie auch immer, das muss gefeiert werden. Ich rufe meine beste Freundin Laura an und wir fahren in unsere Lieblingseisdiele. Wenige Minuten später steht ein toller Eisbecher vor uns: Joghurtbecher Obstsalat. Mmmmh.....Dank der kleinen Obsthaube (direkt unter dem Sahneberg) hat man während des Essens sogar das Gefühl etwas gesundes zu verzehren. Raffiniert.

Dass der Rest des Bechers aus geschätzten 2.000 Kalorien besteht, ist in diesem Moment egal. Wir lassen ihn uns jedenfalls schmecken und ich nehme mir vor, auch mal einen Eisbecher zuzubereiten.

Schließlich steht der Sommer fast schon wieder vor der Tür! : )

Nudeln machen glücklich

Mein Tag lief schlecht. Das Wetter ist zum wegrennen, der morgendliche Stau hat mich schonwieder 20 Minuten aufgehalten und nach einem langen Arbeitstag wartet auch noch ein Berg Bügelwäsche auf Erlösung.

Nun muss es mit dem Kochen schnell gehen und möglichst einfach. Eine weitere Niederlage wäre heute nämlich nicht schön. Also entscheide ich mich für Spaghetti mit Tomatensauce. Hach, das erinnert mich an vergangene Tage in meiner Kindheit. Nach dem Genuß von Spaghetti mit Tomatensauce konnte man mich in kompletter Montur unter die Dusche stellen. Heute ist das hoffentlich anders. Ich beginne Zwiebeln zu würfeln und brate diese an. Dann gebe ich eine Dose gestückelte Tomaten hinzu. Hierzu sei gesagt, dass ich zuvor eine hitzige Diskussion mit meiner Mutter am Telefon führen musste, die der Meinung war, ganze Tomaten seien definitiv die bessere Wahl. Aus Protest nehme ich die gestückelten.                                                                            Dann koche ich die Spaghetti, schmecke die Soße mit Salz, Pfeffer, Gemüseboillon und etwas Chili ab und richte die Nudeln an. Natürlich stilecht auf einem Pastateller. Leider konnte ich auf die Schnelle keinen Italiener einfliegen lassen, der das Gericht kostet. Ich aber finde es gut. Wäre ja auch ein Armutszeugnis wenn mir nach knapp zwei Monaten Kochen üben, Spaghetti Schwierigkeiten bereiten würden. Ob es mit ganzen Tomaten leckerer geschmeckt hätte?

Mmh...es sei dahingestellt.

Ein Rumpsteak und viele Fragen

Mich schüttelt es bei einem solchen Anblick. Buaaahh…ein riesiges Stück Fleisch, getränkt in einer undefinierbaren Flüssigkeit. Klar, alle Steakliebhaber werden mir jetzt widersprechen und empört aufschreien. Doch ich werde wohl niemals gut Freund mit solchen Gerichten. Trotzdem bleibe ich fair, befolge den Rat von Horst Lichter und beschäftige mich auch mit diesem ungeliebten Lebensmittel.

Ein Rumpsteak ist also ein 200 bis 300 Gramm schweres Rückensteak vom Rind. Manchmal wird es auch aus der Hüfte geschnitten, dann nennt man es Hüftsteak –klingt logisch! In der Regel hat es an der Längsseite einen weißen Rand aus relativ festem Fett, welchen man ein- oder abschneidet, damit sich das Fleisch beim Braten nicht wölbt. Je nach Garstufe wird es etwa 2-3 Minuten gegart oder gegrillt. So….das sollte reichen. Ob ich auch mal eines braten soll?

Da muss ich wohl erstmal eine Nacht drüber schlafen… : )

Wer die Kartoffel nicht ehrt....

Ja, nun werde ich mein Lieblingsgericht tatsächlich mal nachkochen -eine Backkartoffel mit Sour Cream. Ich freu mich schon sehr, schließlich darf ich sie danach auch essen.

Im Supermarkt meines Vertrauens finde ich ziemlich große Kartoffeln (250 Gr. das Stück) -perfekt für mein Vorhaben. Im Glück schwelgend, bemerke ich leider erst vor meiner Haustür, dass ich die restlichen Zutaten völlig vergessen habe. Super! Also ab ins Auto und nochmal zurück. Die Kassiererin ist sichtlich amüsiert (schließlich ist es mittlerweile schon 21:30 Uhr). Zuhause angekommen koche ich die Kartoffel, danach wickele ich sie in Alufolie und lege sie in den Ofen.

Bei DER Größe wird eine jawohl reichen...ja, ich koche schon wieder für mich alleine. Nur leider konnte ich keinen dazu bewegen, um 23 Uhr noch auf eine Ofenkartoffel vorbei zu kommen.                                                 Den Quark vermenge ich mit Schnittlauch, Öl, Pfeffer, Salz und Mineralwasser -wer hatte eigentlich diese geniale Idee?! Dann schneide ich die Kartoffel nurnoch auf und gebe die Sour Cream drüber. In den tiefen meines Kühlschranks finde ich Tomaten und Mozzarella. Schnell etwas Gewürz drüber und schon ist es soweit. Meine erste Baked Potatoe (+ Caprese) ist getischt. Ich bin stolz wie Oskar, schließlich kann sie -zumindest optisch- locker mit jener aus dem Restaurant mithalten. Geschmacklich ist sie garnicht schlecht....vielleicht war´s dennoch etwas viel Pfeffer. Aber aus Fehlern lernt man!

Und täglich grüßt die Backkartoffel....

Heute möchte ich mich zu einer heimlichen Liebe bekennen...meiner Liebe zur Kartoffel! Kolenhydrat-Diskussionen hin oder her, ich könnte mich den ganzen Tag davon ernähren. Morgens Kartoffelbrot, Mittags Kartoffelauflauf, Abends dann Kartoffelpuffer und zwischendurch -na klar- Kartoffelchips!

In der letzten Mittagspause zog es meinen ehemaligen Kollegen Frank und mich in ein rustikales Restaurant. Und weil man in der Mittagspause bekanntlich nicht ewig Zeit hat, gab es etwas schnelles, einfaches und leckeres: eine Ofenkartoffel mit Sour Cream. Als die duftende Kartoffel 20 Minuten später vor mir stand, musste ich einfach ein Foto machen. Wieso kann man sich von Bildern eigentlich nicht satt sehen? Das würde mir einiges ersparen. Wie auch immer, diese leckere Kartoffel brachte mich auf die Idee, sie doch einfach mal nachzukochen.

Toi toi toi....

 

Der Salat ist nicht gut getischt, wenn Mädchenhand ihn nicht gemischt

 

Ich habe es ja bereits angedroht, heute gibt es Salat. Viel zu einfach, denke ich anfänglich. Doch je mehr Leuten ich von meinem Vorhaben erzähle, desto skeptischer werde ich. Meine Kollegin Clara zum Beispiel runzelt die Stirn „Ooh, ein Salat -das ist garnicht so leicht, da kannst Du viel falsch machen. Unterschätze das nicht!" Aber nun habe ich schon alle Zutaten gekauft und meine liebe Mama herbeordert. Es gibt also keinen Weg mehr zurück. An ein richtiges Rezept halte ich mich heute nicht und lasse meiner Kreativität freien Lauf.

Frischer Kopfsalat, Tomaten, Gurke, Oliven, Möhren, Eier sowie Mozzarella und Putenbrustfilet warten auf mich. Ich schnippele alles zusammen und platziere es auf einem Teller. Das Putenbrustfilet schneide ich in kleine Stücke (müssen ja nicht immer öde Streifen sein) und brate sie goldbraun. Nun zum Dressing. Tja, meine Mama wäre nicht meine Mama wenn sie nicht etwas daran auszusetzen hätte. Ein Sahne-Dressing am Abend kommt ihr gar nicht in die Tüte. Schließlich würde das ihren neuen Diätgrundsätzen völlig widersprechen.

Ob ich denn nicht bitte etwas Leichteres zaubern könne. Hohe Anforderungen an eine Kochanfängerin! Gut, ich ersetze die Sahne durch fettarme Milch, gebe Schnittlauch, Zitrone, Balsamico und etwas Zucker (hat sie nicht gesehen) hinzu -fertig! Steffen Henssler hätte es nicht besser machen können : ).

Der Salat schmeckt, aber leider nicht so gut wie im Restaurant. Dennoch - ein Versuch war´s wert!

Nach dem Sommer ist vor dem Sommer

Gestern war ich -mal wieder- auswärts essen. Schließlich soll das Koch-Erfolgserlebnis vom letzten Mal nicht gleich wieder durch einen Mißerfolg getrübt werden.                 Nach dem Sommer ist vor dem Sommer -also gibt es Salat. Und was für Einen! Viel frisches Gemüse mit einem leckeren Rucola-Senf Dressing. Zum Reinlegen!

Schon nach dem ersten Bissen beschließe ich, auch mal einen tollen Salat zu machen. Doch passt dieses Vorhaben überhaupt in mein Experiment? Fällt das Zubereiten eines Salates auch unter die Kategorie "Kochen"? Schließlich koche, brate, dünste ich höchstens die Beilagen. Eine Definition muss her, also fix den lieben Herrn Google gefragt: „Kochen ist das Garen und Zubereiten von Lebensmitteln allgemein, unabhängig von der Zubereitungsart.“ Alles klar, nun weiß ich auch was ich hier die ganze Zeit zu lernen versuche.

Auf zum nächsten Streich, dem Salat!

Home Alone

Heute habe ich etwas gemacht, was ich vor diesem Experiment niemals für möglich gehalten hätte. Ich habe für mich alleine gekocht. Unfassbar. Zuvor habe ich die Leute immer belächelt, die sich stundenlang an den Herd stellen und danach allein bei Kerzenschein dinieren. Jetzt bin ich einer von ihnen. Und wissen Sie was? Es hat sogar verdammt viel Spaß gemacht! 

 

Entschieden habe ich mich für einen leckeren Broccoli-Nudelauflauf. Mein erster Auflauf! Ich bin gespannt!

Ich beginne mit dem -frischen- Broccoli. Ja, dieses Mal kein TK-Gemüse. Der Grund? Meine liebe Oma, die ich an dieser Stelle ganz herzlich grüßen möchte, rief mich nach dem letzten „Suppen-Blog-Eintrag“ empört an. Sie sei gar nicht damit einverstanden gewesen, dass ich Tiefkühlgemüse genommen habe. Ich musste also Besserung geloben.

Gesagt- getan! Ich zerkleinere also den Broccoli und koche ihn. Dann würfele ich zwei Schalotten (wie ich es liebe!), brate sie, lösche mit Sahne ab und gebe geraspelten Käse hinzu. Danach gare ich eine Portion Nudeln vor -das kann ich ja mittlerweile-, gebe alles zusammen in eine Auflaufform und schiebe es für zwanzig Minuten in den Ofen.

Das Resultat ist verblüffend. Der Auflauf ist mir tatsächlich gelungen. Die Nudeln sind al dente, das Gemüse nicht zu weich, die Soße schön pikant. Irgendetwas scheint in meiner Küche nicht mit rechten Dingen zuzugehen. 

Schade nur, dass es diesmal keiner bezeugen kann. 

Kristines erstes Franzbrötchen

Der heutige Morgen ist nicht wie jeder andere. Er ist besonders, weltbewegend und denkwürdig. Meine liebe Kollegin Kristine hat heute ihr erstes Franzbrötchen gegessen…und ich war live dabei! Kurz zur Vorgeschichte, Kristine kommt aus Köln und ist erst seit einem Monat hier in Hamburg. Ein paar schöne Ecken, Restaurants, Sehenswürdigkeiten kennt sie schon. Nur das traditionellste Gebäck des hohen Nordens ist ihr noch fremd: Das Franzbrötchen. Welch Sünde! Um dem Leid ein Ende zu bereiten, habe ich ihr heute Morgen eines mitgebracht. Nach dem ersten Bissen hörte man ein lautes Fiepsen. „Das ist ja der Hammer! Und wie sich das schon anfühlt –voll lecker!“  

Ich bin hochzufrieden denn die gute Tat zum Wochenende habe ich somit vollbracht. : )

 

Ihr Kinderlein kommet!

Ach ja...mein kleiner Bruder (10) ist ja schon ein Süßer. Sportlich, intelligent, wortgewandt und charmant. Was will Frau mehr. Nur einen Haken gibt es. Tom verschmäht alles was die Bezeichnung "gesund", "ökologisch", "frei von Farb- und Konservierungsstoffen", "reich an Gemüse" oder "unbehandelt" tragen könnte. Es geht sogar so weit, dass aus dem Obstkuchen das Obst, aus der Mortadella-Wurst die Pistazien oder aus der Sahnesoße die gehackte Petersilie rausgepuhlt werden. Dennoch möchte ich ihm gern etwas schönes kochen....und, mit etwas Glück, ein paar gesunde Sachen untermogeln. Also entscheide ich mich für Löwenpizza -ja, sie heißt wirklich so.

Die Zubereitungsbeschreibung sieht komplizierter aus als sie ist. Ich rolle zwei Frischteige aus und bestreiche sie mit Zigeunersauce. Dann versuche ich mit Wurst, Käse und Oliven ein einigermaßen hübsches Löwengesicht zu modellieren. Als mich eines dann aber bitterböse anschaut, merke ich, dass ich an der Stellung der Mundwinkel noch etwas ändern sollte.

Schließlich kommen beide für eine Viertelstunde in den Ofen. Danach beginnt das Feintuning mit Karottenraspeln (Mähne) und Schnittlauch (Barthaare) -und fertig ist das Löwengesicht. Tom staunt über die ungewohnte Kreativität seiner Schwester und legt gleich los. Ob etwas übrig geblieben ist?

                                                              

Ja! Die Oliven, die Karrotten und der Schnittlauch.

Appetit holen kann man sich woanders, gekocht wird Zuhause

Gestern hatte ich wirklich keine Lust aufs Kochen und habe mir eine schöpferische Pause gegönnt. Da man jedoch nicht hungrig schlafen gehen sollte, habe ich mir kurzerhand Freundin Saskia geschnappt und bin mit ihr in eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants gegangen- das Vapiano. Wir haben uns für Spaghetti Carbonara entschieden.

Beim Zubereiten habe ich dem freundlichen Koch ganz genau auf die Finger geschaut. Wahnsinn wie schnell der war. Einen kleinen Tipp konnte ich ihm aber entlocken. Mit etwas Chili und -etwas mehr- Knoblauch, werden die Nudeln gleich doppelt so lecker. Saskia hat es sichtlich geschmeckt- siehe Foto. 

Mmh....vielleicht wäre das ja eine gute Idee für das finale Kochen für die Redaktion?!

 

Fleisch Ade

Heute ist es wieder soweit, ich traue mich erneut an den Herd. Nach dem desaströsen letzten Mal, verabscheide ich mich erstmal von dem Gedanken Fleisch zuzubereiten und widme mich voll und ganz buntem Grünzeug. Ein Erfolgserlebnis muss her, also gibt es etwas Einfaches -Gemüsesuppe mit Nudeln.

Meine beste Freundin Laura erweist mir die Ehre und gibt sich heute als Jury. Da sie  direkt vom Spanferkelessen kommt, passt ihr das leichte Essen gut. Sehr clever.....wenn sie nicht aufisst, kann sie das einfach auf die vorige Mahlzeit schieben!

Eines ist klar, versalzen werde ich die Suppe nicht, dazu gibt es keinen Anlass. Meine Sorge ist eher das Gemüse. Denn wann merke ich wann es noch knackig und wann schon zerkocht ist?

Die Zubereitung geht schnell. Ich bringe Wasser zum kochen, kippe vier verschiedene Tüten Tiefkühlgemüse  hinein und etwas Gemüsebuillon dazu. Dann koche ich eine Portion Nudeln, schrecke sie ab und schneide sie in kleine Stücke. Zum Schluss rühre ich alles zusammen und schmecke es mit Pfeffer und Salz ab. Dass der Nudeltopf gefühlte fünf Mal übergekocht ist, stufe ich einfach unter der Kategorie „Anfängerfehler“ ab.

Fertig, Laura kommt pünktlich (den obligatorischen 30 Minuten-Puffer abgezogen), probiert und lobt mich. Die Suppe sei zwar für ihren Geschmack etwas zu scharf, aber sonst sehr lecker. Puh, nun bin ich erleichtert. Da Laura jede Art von asiatischem Essen als „zu scharf“ bezeichnet, ist das Urteil doch sehr gut. Ok, die drei Gläser Wasser, die sie danach geext hat, haben mich schon etwas nachdenklich gestimmt.

Laura, ich hoffe Du hast mich trotzdem lieb!!

Kochversuch- die Zweite

Heute gibt es “Schweinemedaillons à la Stroganoff”. Hört sich doch super an, oder?! Das Rezept von LECKER.de hat bei meinen Bekannten immer super funktioniert. Bei mir war es aber gar nicht super, im Gegenteil….aber dazu später.

Die Schwierigkeiten begannen bereits beim Einkaufen. 600 Gramm Schweinefilet sollten es sein. Die waren natürlich ausverkauft. Also greife ich zu Schweinesteaks. Gut, den Rest habe ich mit einigen Umwegen besorgen können.

In der Küche angekommen, lege ich sofort los. Schließlich habe ich meine Freundin für halb sieben herzitiert und möchte einigermaßen gut dastehen. Die Kartoffeln werden gekocht. Das habe selbst ich schon mal gemacht…funktioniert also. Nach 20 Minuten soll ich sie abschrecken. Seit wann schreckt man Kartoffeln ab??? Dann soll ich sie “häuten”. Als am Ende nur noch die Hälfte der armen Erdäpfel übrig bleibt, bin ich etwas enttäuscht.

Ich erinnere mich an den Rat von Horst Lichter, würze das Fleisch und schiebe es in den Backofen. So kann ich mich in Ruhe den Beilagen widmen. Diesmal nehme ich Schalotten statt Zwiebeln und lege sie vor dem Schneiden ins Wasser -ja, ja….ich habe aus meinen Fehlern gelernt . Die Soße mit den Champignons und den Gewürzgurken lässt sich relativ einfach herstellen, die Rösti auch. Danach die drei Hauptkomponenten schön anrichten. Nach nur zweieinhalb Stunden bin ich fertig (das wird ja immer länger!!).

Meine Freundin trifft ein, probiert und es gibt ein vernichtendes Urteil. Die Liste der Kritik ist so lang, dass ich überlege, ob nicht ein paar Tränen Mitleid erwecken und sie zum Schweigen bringen. Hier ein paar Auszüge: Das Fleisch ist zu zäh, die Gewürzgurken zu dominant, die Rösti zu labberig, im Großen und Ganzen nur “bekömmlich”.

Ich bin niedergeschlagen und bezweifle, ob es überhaupt noch einen Sinn macht weiterzukochen…vielleicht habe ich mich mit dem Gericht auch etwas übernommen denn eigentlich funktioniert es.

Jetzt kann es nur noch besser werden….

Luise lernt kochen

Ich bin Luise, Praktikantin in der Online Redaktion von LECKER.de. Hier beschäftige ich mich den ganzen Tag mit Rezepten, Gerichten und Artikeln übers Kochen und Backen. Dabei gibt es nur einen Haken: Ich selber kann überhaupt nicht kochen und habe mich 20 Jahre lang erfolgreich davor gedrückt.

Nun aber stelle ich mich der Herausforderung und möchte die hohe Kunst des Kochens erlernen. Ein klar definiertes Ziel habe ich schon: In zwei Monaten die komplette Redaktion bekochen. Lesen Sie hier jede Woche wie es mir bei diesem Experiment ergeht!

Weitere Blogs auf LECKER.de:
Der Tassen-Blog
Weihnachten - Der Blog zum Fest

Luise lernt kochen ist eine Produktion von LECKER.de