Liebe geht durchs Sushi – aber selbstgemacht bitteschön!

 

Warum muss man eigentlich erstmal gefühlte Jahrzehnte sparen und dann ein halbes Vermögen ausgeben, wenn man Sushi essen gehen möchte?! - „Weil es sooo kompliziert in der Herstellung ist und ja auch nur preisgekrönte – oder zumindest hochkarätige - Zutaten verwendet werden!“ – So oder so ähnlich lautet meist die Antwort. Also war die Konsequenz meines Liebsten und mir bis dato: Seltener Sushi – denn den finanziellen Ruin sind selbst die köstlichen Röllchen nicht wert.

Das dachten wir jedenfalls bis zu dem Tag, als wir kurz vor Ladenschluss ein Kilo frisches Lachsfilet zum Preis von einem halben bekamen. Also kam uns in den Sinn: Warum bei dem Preis nicht einfach mal Sushi selbst ausprobieren...?! Einen Versuch ist es definitiv wert!

Gesagt, getan! Gleich am nächsten Tag flitzten wir voller Tatendrang in den nächsten Asia-Laden, um Klebereis, Surimi, Algenblätter, Reis-Essig, getrocknete Sesam-Samen, Wasabi in der Tube, eingelegten Ingwer, Bambusmatten zum Einrollen und natürlich die obligatorischen Stäbchen zu erwerben. Danach ging es gleich wieder ab nach Hause. Der Kühlschrank spuckte uns noch eine halbe Gurke aus und der Küchenschrank die bei Sushi unverzichtbare Soja-Soße.

Nun ging es los:

  1. Reis in den Reiskocher und parallel drei Esslöffel Reis-Essig mit zwei Teelöffeln Zucker und einem Teelöffel Salz auf dem Herd erhitzen und das erste auf der Bambusmatte ruhende Algenblatt längs mit zwei bis drei dünnen Pastenstreifen Wasabi versehen – gibt die ganz besondere feine Würze.
  2. Anschließend den fertig pappigen Reis mit der Reis-Essig-Mixtur vermengen, etwas abkühlen lassen und auf das feine Algenblatt pressen – geht übrigens am besten mit einem großen, breiten Plastiklöffel oder mit den angeborenen Allzweckwaffen – den Händen. Selbige und auch der Löffel sollten allerdings immer schön feucht sein – sonst bleibt der Reis nämlich überall kleben, nur nicht auf der Alge (so eine Klebereis-Gesichtsmaske ist eher semi-hilfreich). Wichtig: Die Reisschicht sollte nicht zu dick sein, denn Lachs- oder Surimi-Streifen und Gurke müssen ja schließlich auch noch eingebettet werden. Auch hier gilt: Dünner ist mehr, soll heißen: Dünne Streifen von Lachs und Co. lassen sich besser einarbeiten.
  3. Dann noch ein bis zwei Teelöffel getrocknete Sesam-Samen auf das Gesamtkunstwerk streuen und schon geht’s ans Eingemachte – pardon – Einrollen. Doch jedwedes Unbehagen bitte einstellen – auch das ist weder schwer noch kompliziert. Das Geheimnis ist: Von Anfang an muss eng und fest gewickelt werden – und die Bambusmatte steht einem ja auch noch tatkräftig zur Seite!
  4. Wenn man das Wickeln hinter sich gebracht hat, muss man seine Sushi-Rolle nur noch auf einem Brettchen mit einem scharfen (waffenscheinverdächtig scharfen!) Messer vorsichtig in die bekannten Portionen zerteilen, auf Tellern oder Brettchen anordnen, nach Bedarf Ingwer und Wasabi dazu und Soja-Soße in Extra-Schälchen.

 

Voilà! Fertig ist das erste eigene Sushi! Spätestens nach dem ersten Bissen war mir klar: Nur fliegen ist schöner! Und der Blick in die Augen meines persönlichen Sushi-Maestros sagte: Liebe geht wirklich durchs Sushi…

Hier weitere leckere Sushi-Rezepte

(Christiane Werk)


Hanseatische Diaspora

Wenn man als Schwabe nach Hamburg kommt, vermisst man ziemlich schnell das leckere schwäbische Essen. Da bleibt einem nichts anderes übrig als selber kochen und in heimatlichen Erinnerungen zu schwelgen. Mittlerweile führt ja jeder gut sortierte Supermarkt Maultaschen, Schupfnudeln etc... Natürlich schmeckt es besser diese selbst zuzubereiten. Aber abends nach dem Büro sind auch die Produkte aus dem Kühlregal völlig ok.

Ein ziemlich einfaches vegetarisches schwäbisches Gericht sind Gemüsemaultaschen mit Feldsalat und Orangendressing. Ein leichtes Gericht, das abends schnell zuzubereiten ist. Und es hilft dem Heimweh entgegen zu wirken.

Weitere schwäbische Rezepte

(Joachim Topp)


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