… denn da zaubern Oma und Mutter die allerleckersten Sachen, die Erinnerungen an Kindheitstage aufkommen lassen.

Im Winter zaubert Oma, meist extra wenn sich die Enkelkinder ankündigen, ihre unglaublichen "Selbstgemachten Nudeln" – Nudeln aus einem einfachen Nudelteig in Butter und Schinken angebraten. Ich weiß gar nicht wie oft ich diese Nudeln schon nach Omas Rezept und genau wie früher mit Oma zusammen gemacht habe, aber wie bei ihr schmecken sie irgendwie nie…

Die schönste Jahreszeit für kulinarische Hochgenüsse ist jedoch der Sommer: es wird gekocht und gebacken was der Garten hergibt! Neue Kartoffeln in Muttis Kartoffelsalat oder einfach nur zu Kräuterquark mit frischem Schnittlauch, gegrillte Zucchini, frische Salate und und und…
Wer es etwas süßer mag, der bekommt von Oma Kirsch-Rhababer-Kompott mit Quarknocken und "zum Kaffee" Kuchen mit frischen, saftig roten Erdbeeren.

So lässt es sich schon einmal eine Zeit lang aushalten, einziger Nachteil: so ein Wochenende zuhause ist immer seeehr reichhaltig und schon gar nichts für die Sommerfigur! Am besten schnell weg und in den eigenen 4 Wänden, weitab von Schinkennudeln und Erdbeerkuchen brav wieder selbst gekocht. Doch so ganz kann man sich selbst hier nicht Omas Einfluss entziehen, denn ein kleines Körbchen mit Marmelade, frischem Gemüse sowie leuchtend roten Kirschen und Johannisbeeren wie beim letzten Mal, gibt es natürlich auch noch.
Tja und dann stehe ich wieder in der Küche und versuche den Kuchen "wie von Oma" hinzubekommen. Ich nehme das gleiche Rezept, verwende sogar exakt die gleichen Marken bei den Zutaten und was kommt heraus? Naja kein Kuchen "wie von Oma" zumindest…
Aber ganz ehrlich: so mancherlei Zutat ist halt auch einfach auf keinem Rezept zu finden.

(Ciny Törber)