
Mittags in Hamburg Süden – Hunger! Doch was tun, wenn sich außer nach Fett miefenden Schnellimbissen à la "Puppe, satt musset machen!" nichts für verwöhnte Vegetariergaumen in fußläufiger Nähe befindet? Zum Glück gibt's einen vierbuchstabigen Supermarkt gleich um die Ecke, der in seinen Regalen auch leckere leichenfreie Zutaten für ein zwar nicht opulentes, dafür aber schnelles, günstiges, sättigendes und – jaja! – außerdem auch gesundes Mahl beherbergt.
Die Grundzutaten meines Dauerbrennergerichts: Naturreis, Naturtofu, Schafskäse (und nein, bitte nicht die nach Autoreifen schmeckende Light-Variante, sondern – mein Hüftgold wird es mir danken – die volle Fettdröhnung!), passierte Tomaten und frische Kräuter. Erst den Reis kochen, dann alles auf einen Teller geben und noch einmal kurz in der Mikrowelle erhitzen. Ja, die Mikrowelle, oder auch: der Scheidepunkt in der Küche – denn was des einen Leid, ist des anderen Freund. Aber so lange es noch keine ausreichenden Studien über eine eventuell nachhaltige Schädigung des Erbgutes und zumindest Förderung von Falten oder Cellulite beim Mikrowellengebrauch gibt, werde ich weiterhin auf dieses putzige Küchengerät zurückgreifen. Also, wie gesagt, die Reis-Tomaten-Tofu-Käse-Masse ca. 2 Minuten mithilfe elektromagnetischer Strahlen erhitzen und anschließend frische Kräuter darauf geben. Fertig. Lecker! …und seit geschätzten vier Wochen mein liebster Magenfüller
P.S.: Noch schmackhafter wäre meine - ich nenne sie liebevoll - Mittagspampe
geworden, wäre ich nicht die letzte in der Redaktionsküche gewesen und
hätte auf die einzige noch verbleibende aller Schüsseln, die nun
wahrlich alles andere als eine Augenweide ist, zurückgreifen müssen.
Aber nun gut. Denn wie schon die Türsteher überlaufener Clubs gerne mal
sagen: In ist, wer drin ist. Adaptiert auf diesen Fall heißt es also:
In ist, was drin ist!
(Janin Hasteden)



