Es wird Frühling – jedenfalls langsam. Dafür aber sicher! Kulinarisch bedeutet der lang ersehnte Frühlingsanfang für mich: Zeit für die ultimative und besonders köstliche Frühlings-Kohl-Suppe. Selbige ist nämlich sehr leicht bekömmlich und belastet in der wärmeren Jahreszeit nicht noch zusätzlich wie so zahlreiche andere Speisen. Steak und Co. sind für den einen oder anderen sicher nach wie vor der absolute Gaumenschmaus, doch liegen gerade bei frühlingshaften Temperaturen so schwer im Magen wie ein übermüdetes Nilpferd in der Wassergrube.

Zudem ist die Frühlings-Kohl-Suppe ein großartiger Vitamin- und Mineralien-Lieferant und eignet sich außerdem für alle, die sich schon mal rechtzeitig in Richtung Bikini-, beziehungsweise Badehosen-Figur bewegen möchten – sozusagen als kleine Kohl-Suppen-Diät.

Für die perfekte Mischung schneide ich einen Weißkohl, fünf Frühlingszwiebeln, zwei Stängel Staudensellerie, ein Stück Sellerie, 500 Gramm Möhren, 6 gehäutete Tomaten und einen Bund Petersilie in kleine Stücke und gebe alles zusammen in einen Topf – ja, der Topf sollte groß sein – ziemlich groß… So viele gute Zutaten brauchen eben ihren Platz. Anschließend gieße ich so viel Wasser in den Topf, dass der Durst meines Gemüses gestillt ist, sprich: Sämtliches Gemüse sollte komplett mit Wasser bedeckt sein. Hinzu kommen je nach Geschmack dann noch zwei bis drei Würfel Gemüsebrühe und Pfeffer und als kleines Extra-Schmankerl: Sesamsamen oben drauf. Das war’s auch schon! Jetzt heißt es nur noch: kochen – zwar nicht bis zum Umfallen, aber so lange, bis sich sämtliches im Topf Enthaltene vom ursprünglich harten in einen weichen Zustand verwandelt hat. Ich erhitze das Ganze immer zuerst etwa zehn Minuten auf hoher Stufe und stelle die Herdplatte auf Sparflamme, sobald alles schön brutzelt. Nach etwa einer halben Stunde ist meine Frühlings-Kohl-Suppe auch schon essfertig – und ich ausreichend hungrig.

Zwei besonders praktische Aspekte: Die Suppe sättigt sehr gut trotz geringer Kalorienanzahl und eignet sich außerdem hervorragend zum Einfrieren. Dafür verwende ich immer Gefrierbeutel und gebe pro Beutel eine Portion Suppe hinein. So kann ich mir schnell und einfach einen Beutel aus dem Eisfach schnappen und mir ein leckeres Süppchen zubereiten. Und wenn es mal regnen sollte (denn das kommt ja im besten Frühling vor): Einfach einen Teller Kohl-Suppe gezaubert und schon ist der Frühling wieder zum Greifen nah – zumindest für den Moment… Wohl bekomm’s!

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(Christiane Werk)