Donnerstagmorgen, kalt aber Sonnenschein. Der Frühling kündigt sich zwar nicht in den Temperaturen, aber gefühlsmäßig an :). Höchste Zeit endlich die morgendliche Ernährung dem lockeren Frühlingsgefühl anzu passen. Da heißt es früher aufstehen, um noch Zeit zu haben vor der Arbeit einzukaufen und ein leckeres morgendliches Mahl zuzubereiten. Ich steh auf gute Vorsätze...

So, dann fahre ich mal 2 Bahnen früher zur Arbeit ins weit entfernte Hamburg-Harburg. Dann wird das sicher was.

- Beim ersten mal Umsteigen geht es los: Rettungseinsatz an der S-Bahn Elbgaustr..., 10 min Wartezeit.... macht nix, bin ja ziemlich früh dran...
- Umsteigen Hauptbahnhof: Halb Hamburg versammelt sich auf dem Bahnsteig... nur faule Menschen. Anstatt die eine Station bis Hammerbrook zur Arbeit zu laufen, stehen die Bürohengste und -stuten der City Süd 15 min in der Kälte und warten auf eine S-Bahn, das nervt. So langsam sinkt meine Stimmung.
- Die Bahn fährt ein. Die braven Vasallen des kapitalistischen Arbeitseinsatzes drängeln sich um den Eingang. Da warte ich lieber auf die nächste Bahn...

Nach weiteren 30 min erreiche ich mit "blendender Laune" Harburg. Natürlich ist keine Zeit Zeit um einkaufen zu gehen und muss mich wie jeden Tag mit einem Utensil aus den leckeren Brötchenbergen des örtlichen Backshop begnügen.... Frisch zubereitet von der freundlichen Verkäuferin mit den blonden Strähnen und dem modernen Tattoo.

ICH: "Ein Kaiserbrötchen mit Schwarzwälder Schinken, bitte"
SIE: "Was weiß ich wo das herkommt.... bitteschön."

Und ja, ich weiß. Eigentlich ist die Auswahl an Frühstücksmöglichkeiten größer als das Angebot beim Bäcker um die Ecke ...

(Joachim Topp)