Ich gehöre ja zu den Esstypen, die sich monatelang tagtäglich von dem Gleichen ernähren, ohne davon gelangweilt zu sein. Denn einmal auf den Geschmack einer bestimmten Speise gekommen, bin ich so darauf fixiert, dass ich nichts anderes mehr mag und es am liebsten morgens, mittags und abends in mich hineinstopfe. Und wehe, diese Lieblingsspeise geht mir einmal aus! Ich lege deshalb immer einen gewissen Vorrat an, um ja nicht diesbezüglich auf dem Trockenen zu sitzen. Vor einem Jahr zum Beispiel, war es der Hüttenkäse, den ich mir palettenweise kaufte und in rauen Mengen aß: Morgens mit einem Löffel Rübensaft vermengt als Joghurtersatz, mittags mit einem Klecks Nutella als Belag auf einem Roggenbrötchen und abends mit Salz und Pfeffer gewürzt als Topping für meinen gemischten Salat.

Zurzeit aber befinde ich mich in der sogenannten „mexikanischen Phase“. Jawohl, besonders die kleinen dreieckigen Maischips haben es mir so sehr angetan, dass ich eine Großpackung Tacochips im Büroschrank deponiert habe. Immer, wenn nun der kleine Hunger zwischendurch kommt, genügt ein Griff zwischen meine Wohn- und Einrichtungslektüre und meine Gier danach ist gestillt. Zugegeben: Besonders gesund ist meine „mexikanische Phase“ nicht - aber solange ich nicht mit Sombrero, Poncho und rotem Halstuch als Speedy Gonzales in die Redaktion komme, find ich meinen aktuellen Ernährungsphase eigentlich noch ganz normal…In diesem Sinne: Arriba, arriba!

Und vielleicht probiere ich demnächst auch mal eins dieser Rezepte mit Tacos aus ...

(Franziska Anders)